Hirten- und Heimatmuseum

Baschtlehaus Ebenhofen

Das Kriegsende 1945 und das Entlassungslager Biessenhofen

Ein Vortrag über die Ereignisse bei Kriegsende 1945 in den Ortseilen der Gemeinde und über das Internierungs- und Entlassungslager Biessenhofen.

Für Deutschland endete der Zweite Weltkrieg am 8. Mai 1945, Schwaben wurde bereits im April von Amerikanern und Franzosen besetzt.

Die Stadt Kaufbeuren wurde am  27.04.1945 um ca. 14:00 Uhr kampflos eingenommen. Am Abend wurde noch ein Flak- und Munitionszug der deutschen Wehrmacht am Bahnhof Kaufbeuren gesprengt, die Detonationen waren bis Biessenhofen zu hören. In der Gemeinde Biessenhofen erfolgte der Einmarsch der alliierten Truppen am 28.04.1945. Die Besetzung der Gemeinde ist mit großen Ängsten, aber doch sehr ruhig verlaufen.

Der Vortrag beschreibt die Ereignisse um und an diesem Tag in den einzelnen Ortsteilen der Gemeinde und beruht großteils auf Aussagen von Zeitzeugen. Das Geschehen ist vor fast 65 Jahren abgelaufen. Die Zeitzeugen haben die Geschehnisse nach ihren Erinnerungen geschildert und aufgezeichnet. Jeder hatte das Geschehen aus seiner Warte gesehen und so weitergegeben. Und so kommt es vor, dass doch manchmal unterschiedliche Aussagen zum gleichen Ereignis vorliegen.


Im Mai wurde von der US Armee in Biessenhofen das Internierungs- und Entlassungslager Süd eingerichtet. Bis November 1945 wurden zigtausende von deutschen Wehrmachtsangehörigen aus dem US Lager Biessenhofen entlassen.

Die im südlichen Schwaben gefangenen Soldaten wurden mit Lastwagen oder Güterzügen ins Lager Biessenhofen gebracht und verhört, je nach Beurteilung entlassen, weiter gefangengehalten, oder bei schweren Fällen in andere Lager verlegt.

Die ersten ins Lager eingelieferten Soldaten mussten unter freiem Himmel übernachten, die ersten Zelte wurden erst Ende Mai geliefert. Geschlafen wurde auf dem nackten Grasboden, die Soldaten erhielten nur eine Decke. Entsprechend waren auch die hygienischen Verhältnisse. 

Der Rücktransport erfolgte wieder mit Lastwagen. Etliche Soldaten kamen auch mit dem Fahrrad zu ihrer Entlassung ins Lager, da jeder Wehrmachtsangehörige einen Entlassungsschein brauchte. Im November 1945 nach den ersten kalten Nächten wurde das Entlassungslager aufgelöst und vermutlich nach Ulm verlegt.

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