Hirten- und Heimatmuseum

Baschtlehaus Ebenhofen

Sonstiges


Hirtenbuch "Hirtenleben zwischen Idylle und Wirklichkeit"

Hirtenbuch.jpgISBN 978-3-87336-444-8

Unser langjähriger Vereinsvorsitzender Heinrich Maul hat seine Erkenntnisse über das Hirtenwesen in dem Buch "Hirtenleben zwischen Idylle und Wirklichkeit" niedergeschrieben.

Mit seinem Buch und dem Hirtenmuseum im Baschtlehaus hat er dem Hirtenleben ein beeindruckendes Denkmal gesetzt. Zur Zeit des bäuerlichen Wirtschaftssystems vergangener Zeiten mit Dreifelderwirtschaft, Flurzwang und Allmende war der Hirte nicht wegzudenken. Er wusste Bescheid über Natur- und Landnutzung, Witterung und Heilkunde. Der Hüteberuf war kein gemütlicher Zeitvertreib, sondern eine anstrengende Arbeit bei bescheidener Entlohnung und schlechtem Ansehen. Die spannend und detailreich aufgearbeiteten Themen sind Hirten- und Weidewesen, die Hirtenbruderschaft sowie in Erzählungen das Leben und die Arbeitswelt eines Hirten.


15.09.2019 Kapellenfest mit Feier des 300-jährigen Jubiläums der Hirtenbruderschaft zum "Schwarzen Skapulier"

Traditionell findet alljährlich am dritten Sonntag im September eine Prozession mit Pfarrer, Musikkapelle, Alphornbläsern und Fahnenabordnungen von der Pfarrkirche Ebenhofen zur Kapelle der sieben Schmerzen Mariens auf dem Holdersberg statt, wo dann ein feierlicher Festgottesdienst abgehalten wird.
Im Mittelpunkt des diesjährigen Kapellenfestes stand das Jubiläum der Hirtenbruderschaft zum "Schwarzen Skapulier":  Am 17. 09.1719 - vor 300 Jahren - schlossen sich in Ebenhofen circa 50 Hirten aus der Region zu dieser Bruderschaft zusammen, um ihre gesellschaftliche Position zu stärken und sich gegenseitig zu unterstützen. Die kirchliche Aufsicht übernahm das Kloster der Serviten in Innsbruck. Bereits ab 1762 feierte die Hirtenbruderschaft, die sich den sieben Schmerzen Mariens gewidmet hatte, jährliche Gottesdienste in der Kapelle im Jungholz.

Aus diesem Anlass berichtete Heinrich Maul vom Förderverein Baschtlehaus im Anschluss an den Gottesdienst über die Ursprünge der Wallfahrt zur Kapelle und über die Geschichte der Hirtenbruderschaft. Auch der eigens aus Innsbruck angereiste Prior Fero vom Orden der Serviten sprach ein Grußwort und überreichte Herrn Maul zum Jubiläum ein Skapulier.

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09.03.2019  "Leni ... muss fort" - Filmvorführung mit Leo Hiemer

Am 9. März 2019 hatten wir den bekannten Allgäuer Filmemacher Leo Hiemer im Pfarrstadel zu Gast. Er  stellte seinen Film über die bewegende Lebensgeschichte und das beklemmende Schicksal der kleinen Leni aus Marktoberdorf vor.
Das Mädchen Leni wurde am 24. Mai 1937 in Marktoberdorf geboren. Ihre Mutter, eine jüdische Sängerin, versteckte ihre Tochter im Alter von drei Wochen bei Bauern auf einem Einödhof bei Stiefenhofen im Westallgäu. Nachdem das Versteck bekannt wurde, kam Leni im Alter von etwa fünf Jahren in ein Waisenhaus nach München. Von dort wurde sie 1943 ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert, wo sie von den Nationalsozialisten ermordet wurde.
In seiner Einführung erzählte Leo Hiemer über die Entstehung und Handlung seines Films. Anschließend an die Filmvorführung beantwortete er Fragen aus dem Publikum und berichtete von den seitdem erfolgten weitergehenden Recherchen, die er nun in einem Buch verarbeitet hat.
Ein anrührender und beeindruckender Abend, der uns unsere noch gar nicht so weit entfernte, erschütternde Vergangenheit nahe brachte.

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Hirtenlauf

Am 10.07.2018 war die Gruppe Lauf 10! beim ersten Hirtenlauf des Baschtlehausvereines zu Gast im Baschtlehaus.
Zuerst absolvierten die Läufer eine ca. 9 km lange Strecke, unter anderem entlang der alten Trieb- und Trappwege. Dabei mussten sie einige Hirtenaufgaben erfüllen - Heilkräuter suchen, Pfähle einschlagen, Hirtenstab umstecken, Kuh suchen, die Kirnach mit einem Seil (Slackline) überqueren u. Ä. - es hat riesigen Spaß gemacht.
Bei einer verdienten Brotzeit erholten sich die "Hirten-Läufer" zum Abschluss im Baschtlehaus von den Strapazen.

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07.04.2011   Verleihung des Förderpreises der Bayerischen Volksstiftung

 

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Das Hirtenmuseum im Baschtlehaus Ebenhofen wurde am 07.04.2011 in Krumbach mit dem Förderpreis der Bayerischen Volksstiftung ausgezeichnet. Das Objekt hat in der bayerischen Museumslandschaft ein Alleinstellungsmerkmal.

Begründung:
Die im Juli 2010 eröffnete Dauerausstellung im oberen Stockwerk des Ebenhofener Heimatmuseums gibt einen Einblick in das harte Leben der Gemeindehirten, die zu Zeiten der gemeinschaftlichen Nutzung der Weideflächen (Allmendewirtschaft) vom 12. bis ins 19. Jahrhundert eine besondere Rolle in der Dorfgemeinschaft einnahmen. Nach jahrelanger Vorarbeit wurde mit fachlicher Unterstützung von Herrn Prof. Dr. Frei und Frau Dr. Kunz-Ott und in kreativer Zusammenarbeit mit dem Designerbüro Koob eine Ausstellung ausgearbeitet, die in der schwäbischen Museumslandschaft und weit darüber hinaus einmalig ist. (Dr. Martha Schad)

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