Hirten- und Heimatmuseum

Baschtlehaus Ebenhofen

Ausstellung von September 2017 bis September 2018

Knechte, Mägde, Landarbeiter


Die Ausstellung widmete sich den bäuerlichen Arbeitskräften vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert. Nur wenige Spuren haben diese Menschen hinterlassen, wenig ist über die Geschichte dieser schweigenden, aber zahlreichen Arbeiterklasse erforscht.

Anfang des 19. Jahrhundert lebten noch zwischen 80 und 90 Prozent der Bevölkerung auf dem Land und arbeiteten im Agrarsektor. Viele Betriebe konnten nur mit Knechten, Mägden und Landarbeitern umgetrieben werden. Diese stammten meist aus Familien vom Land und wurden von ihren Eltern oft schon im Alter von 8 bis 10 Jahren in den Dienst gegeben. Neben Unterkunft, Kost und Kleidung erhielten sie einen geringen Lohn.

Harte, schwere Arbeit, lange Arbeitszeiten, oftmals schlechtes Essen, Unterordnung und Abhängigkeit bestimmten das Leben - die Anforderungen an Magd und Knecht waren groß, die rechtliche Stellung blieb jedoch schwach.

Wir beschrieben den Alltag dieser Personengruppe, ihre rechtlichen Situation, ihre Freizeit - aber auch ihre Träume und Perspektiven.

Daneben zeigten wir einen Überblick über die Mechanisierung in der Agrarwirtschaft ab dem Ende des 19. Jahrhunderts. Von der Sense zum Kreiselmähwerk, vom Melkschemel zum vollautomatischen Melkroboter - innerhalb kurzer Zeit haben sich die Arbeitsmethoden hier rasant weiterentwickelt.

Letztlich wurden Knechte und Mägde dadurch in der Landwirtschaft nahezu überflüssig.

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