Hirten- und Heimatmuseum

Baschtlehaus Ebenhofen

Ausstellung von März 2009 bis Februar 2010

Die Schulen und das Schulwesen in unserer Gemeinde 


Die Schulentwicklung in unserer Gemeinde können wir anhand von Visitationsberichten bis ins 16. Jahrhundert zurückverfolgen. So ist in Altdorf  bereits 1586 von einem Schulmeister die Rede. In Ebenhofen wird seit Anfang des 17. Jahrhunderts Schulunterricht gehalten.

In früheren Zeiten hatten Lehrer ein geringes Einkommen, oft musste sich der "Dorfschulmeister" ein zusätzliches Einkommen verschaffen, z. B. als Organist oder Mesner. Die soziale Stellung war ganz unten angesiedelt, der Lehrer wohnte im Armenhaus oder mit dem Gemeindehirten zusammen, erst später wurden dann Mesner- und Lehrerhäuser gebaut.
Der Unterricht war sehr streng und auf den Glauben ausgerichtet, von den Schülern wurde absoluter Gehorsam gefordert. Züchtigungen und Strafen in Form von Schlägen aufs nackte Hinterteil, Tatzen, Kopfnüsse, Backenpfeifen usw. standen auf der Tagesordnung.

2009 Schulwesen-1.jpgDorfschule

Als Unterrichtsraum wurde meist die Stube der Mesnerwohnung genutzt, voll gepfropft mit Schulkindern. 60 bis 80 Kinder waren an der Tagesordnung, teils hatte ein Lehrer auch über 100 Schüler über alle Jahrgänge zu unterrichten.

Hier hat sich im Laufe der Jahrhunderte doch einiges getan: Schöne Schulen, helle Räume, kleine Klassen, toller Unterricht, eine Turnhalle und gute Lehrer.
Mit der Schulreform 1969 entstanden die Verbandschulen mit Grund- und Hauptschulen, 1975/76 wurde das Hauptschulgebäude des Schulverbandes in Biessenhofen erbaut. Heute gehen die Kinder aus Aitrang, Ruderatshofen, Ebenhofen, Biessenhofen, Bernbach und Bidingen in die Mittelschule Biessenhofen.

2009 Schulwesen-5.jpgMittelschule Biessenhofen

2009 Schulwesen-4.jpgAusstellung im Baschtlehaus

Die Ausstellung zeigte anhand von Dokumenten und Bildmaterial, wie in früheren Zeiten unterrichtet wurde und unter welchen Umständen Schule gehalten wurde.

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